Innenansichten von der MoneyConf in Dublin – Wenn Krypto-Visionen auf Realität treffen

Die MoneyConf ist eigentlich keine reine Krypto-Konferenz, sondern eine der weltweit größten Fintech-Events – diese Woche, vom 11. – 13. Juni, war es wieder soweit. Man traf dort also nicht nur auf die altbekannten Blockchain-Startups und Köpfe, sondern auch auf innovative Unternehmen und Personen, die ganz ohne Blockchain und ICO auskamen. Dabei konnten wir einige Highlights ausmachen, die mehrere Trends im Krypto-Ökosystem aufzeigen.

Auch wenn das Event erst offiziell am Dienstag, den 12. Juni, begann, fanden bereits am Montag die ersten Blockchain-Treffen statt. So gab unter anderem eines der größten Blockchain-Unternehmen der Welt, Consensys, eine Pressekonferenz. Wenn ein Staat ein Blockchain-Projekt lanciert, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass Consensys mit dabei ist. Der CEO, Joe Lubin, ehemals Co-Founder von Ethereum, äußerte sich, trotz aller Herausforderungen bezüglich Skalierbarkeit und Praxistauglichkeit, selbstsicher über die Zukunft von Ethereum und dem Consensys-Ökosystem. So sagte er, dass er keine Zweifel daran hätte, dass Ethereum weiter wachse. Schließlich werden bereits heute schon jeden Tag zehn Milliarden US-Dollar an Assets via Ethereum-Blockchain transferiert.

Die Konferenz und ihre Identität

Wie bei jeder (Blockchain-)Konferenz gab es einen Ausstellerbereich und Stages mit Vorträgen und Panels – so weit, so unspektakulär. Besonders war hingegen die Durchmischung der Themen. Zwar gab es auch typische Vorträge, wie z. B. von Edith Yeung, Head of 500 Startups Greater China, zur Bewertung von ICOs, aber eben auch vermeintliche Nicht-Blockchain-Vorträge, wie z. B. über die EU-Richtlinie PSD II. Genau hier lag aber der Mehrwert. Die Konfrontation mit Themen, die eher im regulierten Finanzsektor zu verorten sind, halfen dabei, die Krypto-Ökonomie in den Gesamtkontext der Finanzbranche besser einzuordnen. Es ging dabei eben nicht nur um die großen Krypto-Visionen, die die Finanzwelt auf den Kopf stellen werden, sondern auch um Fragestellungen und pragmatische Lösungen, fernab der Blockchain-Welt. Ein Finanz-Realismus von dem die ICO-getriebene Blockchain-Startup-Szene durchaus etwas lernen kann. Denn eines muss jedem klar sein: Ein in sich abgeschlossenes Krypto-Ökosystem ohne Schnittstellen zur regulierten Fiat- respektive Finanzökonomie existiert zumindest in der Praxis nicht. Eine schnelle Krypto-Adaption bedarf daher auch einer intensiven Auseinandersetzung mit Nicht-Blockchain-Infrastrukturen und regulatorischen Rahmenbedingungen – ohne Schnittstellen, keine Massenadaption.

Auf die Frage, ob man eine zunehmende Konvergenz von Banken, Blockchain- und Nicht-Blockchain-Fintechs beobachten könnte, stimmte auch Julian Hosp, CEO von TenX, im Gespräch mit BTC-ECHO zu. Allerdings sehe er es kritisch, wenn Krypto-Schwerpunkte auf Konferenzen gesetzt werden, nur um schnell und einfach an das Geld der Aussteller zu kommen:

„Man muss bei Konferenzen nur aufpassen, wie viel Pay-to-Play ist und wie viel Qualität am Ende bei dem Event übrig bleibt. Ich merke bei vielen Konferenzen, die Krypto reinbringen, dass es oft darum geht, mal eben 10.000 Euro von einer Firma zu bekommen, was dann zur Folge hat, dass die Qualität schnell verlorengeht.“

Anstatt sich in zwei Lager zu Spalten – Krypto und Nicht-Krypto – findet immer stärker eine Verschmelzung zwischen bestehenden Finanzdienstleistern und Krypto-Startups statt. Der Deal ist einfach: Erfahrung und Lizenzen gegen Innovationen aus dem Krypto-Sektor. Die Krypto-Startups möchten mitspielen dürfen und die regulierten, etablierten Finanzmarktakteure nicht abgehängt werden – ein Eindruck, der sich zumindest auf der MoneyConf bestätigen konnte.

Die Kryptowelt dominiert auf der MoneyConf

Der Krypto-Schwerpunkt war, bei allen Unterschieden zu reinen Krypto-Konferenzen, dennoch dominierend. Dies zeigte sich besonders durch Auftritte von Krypto-Hardlinern wie Tone Vays, der als Bitcoin-Maximalist weltweit bekannt ist. So äußerte Vays, dass er von Ethereum überhaupt nichts halte, von Ripple ganz zu schweigen: „Bitcoin ist die einzige sinnvolle Innovation im Kryptobereich“ betonte er unmissverständlich. Auf unsere Rückfrage, wie er die Skalierungsproblematik bei Bitcoin sehe, antwortete Vays gelassen, dass es eigentlich keine gebe. Die Bitcoin-Blockchain muss nicht skalieren, da für die Skalierung Second-Layer-Lösungen, wie z. B. Lightning, gedacht sind.

Neben der Beobachtung einer Annäherung zwischen regulierter und Kryptowelt konnte man auch eine Tendenz zum B2B-Zweig ausmachen. So möchte beispielsweise der Hardware-Hersteller Ledger verstärkt Hardware-Wallet-Lösungen für Finanzunternehmen anstatt nur für Privatpersonen anbieten. Solche B2B-Lösungen und deren Nachfrage unterstreichen die Professionalisierungstendenz des Kryptosektors in Zusammenarbeit mit traditionellen Finanzunternehmen – es geht eben nicht mehr nur um Privatpersonen, sondern immer sträker auch um Krypto-Unternehmenslösungen.

Auch wenn ICO-Projekte und deren Marketing nach wie vor einen großen Teil des Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wird der Druck, sich für seine Token-Projekte rechtfertigen zu müssen, immer größer. Immer kritischer und anspruchsvoller werden Investoren bzw. ihre Fragen. Es reicht nicht mehr, sich auf die Wirkung des Blockchain-Bullshit-Bingos zu verlassen, da die Inflation an substanzlosen ICO-Projekten viele Investoren geschult hat. Diese zunehmende distanzierte Haltung hat sich, wenn auch nur vorsichtig, auf der MoneyConf gezeigt. Eine positive Entwicklung, die den Projekten zu Gute kommt, die wirklich einen Mehrwert bieten können. Zumindest auf der MoneyConf standen die Zeichen für die Krypto-Ökonomie eher auf Evolution als auf Revolution.

BTC-ECHO

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